Heute: Your Washington Wizards @ Cleveland

November 3rd, 2009 by spermofawizard

Ich begrüße euch herzlich zu meinem heutigen Blogeintrag,

In vier Stunden ist es so weit, das erste Spiel gegen die Cavs diese Saison. Viele sprechen von einer Rivalität, viele sagen dies wäre übertrieben. So musste auch Mo Williams anerkennen: „Ich denke, dass es ein wichtiges Spiel für uns ist, natürlich. Wir wissen, dass sie ein richtig gutes Team sind. Gil ist bei 100 Prozent, er spielt gut. [...] Vielleicht wird es härter als ein Regular Season Spiel, sie werden intensiver spielen. [...] Aber Rivalität? Ich würde sagen, Boston ist ein größerer Rivale, meiner Meinung nach.“.

Natürlich heizt er einige Wizards, allen voran DeShawn Stevenson, mit diesen Kommentaren noch weiter an. Während viele Crab- *ähm* Cavalier Fans es sich leisten können, arrogant auf den Konflikt der Teams zu reagieren, machte sich bei den Wizards in den vergangenen Jahren Verzweiflung breit: Playoff-Aus in der ersten Runde nachdem Mann im vorherigen Jahr die zweite erreichte. Verletzungen von Agent Zero und Tuff Juice. Als es dann 2008 zum dritten Treffen in den Playoffs kam waren die Gemüter sichtlich angespannter. Harte Fouls beider Teams. Locksmith Stevenson. Jay-Z’s DeShawn Diss „Blow The Whistle“. Soulja Boy unterstützt die Wizards. Butler mit dem Gamewinner in Spiel 5. Spiel 6 und das Ende der Reise für die Wizards.

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Arenas hat die Quicken Loans Arena nicht nur einmal in Angst und Schrecken versetzt.

Schmerzhafte Erinnerungen, die Wizards Fans noch eine Weile verfolgen werden. Im Aufeinandertreffen während der Weihnachtsfeiertage 2008 dann die neuesten Wendungen, denn trotz miserabler Leistungen spielen die Hauptstadtzauberer groß auf, werden jedoch von LeBron und den Refs um den Sieg gebracht bevor James sich beschwert, dass sein „Crab Dribble“ gepfiffen wurde. Sein irregulärer Move, mit welchem er vor allem in den Playoffs 2006 Unmut unter den Wizards Fans verbreitete (Bildet euch eine eigene Meinung: http://www.youtube.com/watch?v=8wPtCPaTWu4 !). In einem seiner beiden Spieler der letzten Saison überzeugt Arenas dann und die Wizards gewinnen in Zephyrs Jerseys ausnahmsweise einmal ein Spiel.

Diese Saison dürfte ein neuer Eindruck geweckt werden. Nun kann man sich neben Butler und Jamison (letzterer wird heute noch immer verletzt fehlen) auf einen großartig aufspielenden Arenas, „7-Day Dray“ Blatche, Brendan Haywood, Randy Foye und Mike Miller verlassen. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich niemals gedacht hätte, dass Blatche noch einmal so positiv überrascht wie bisher diese Saison. 30 Punkte bei 15-18 FGM, da muss nichts zu gesagt werden.

Gespannt sein darf man, wie Coach Flip heute James unter Kontrolle bringen möchte. Für mich heißen die Schlüssel DeShawn Stevenson und Dominic McGuire. Vor allem letzterer hat letzte Saison sehr viel gelernt und ist defensiv ein Brett. Stevenson wird voll motiviert in die Begegnung gehen, hoffentlich nicht übermotiviert, denn gestern bemerkte er in einem Interview bereits „[...] Kein Händeschütteln. Bei jedem anderem Team ist es selbstverständlich, Hände zu schütteln.“, auf die Frage ob er jemals bei den Cavaliers einen Vertrag unterschreiben würde war ihm bewusst: „[...] Die würden niemals mit mir unterschreiben, dem bin ich mir schon bewusst.“

Wo er Recht hat!

Die Zeit läuft, die Wizards stehen mit 2-1 prozentual besser da als die Cleveland Traveliers mit 2-2. Meine Wenigkeit ist der Meinung, dass das heutige und das morgige Spiel gegen die Heat zeigen, was in der Mannschaft steckt: Bereits jetzt viel einstecken zu müssen würde die neu errungene Moral trüben, ein oder zwei Siege und der gegenwärtige Optimismus bliebe erhalten. Also an alle Wizards Fans: Erwartet nicht zu viel, drückt dem Team aber die Daumen!

Und zum Schluss noch an die Anhänger des falschen Teams: Nicht traurig sein wenn es nichts wird und Shaq doch keine Wunderpille ist. Wir sind weder die Wolves noch die Bobcats! Und solltet ihr gewinnen: Man sieht sich 2010 in Runde zwei.

MfG,

SpermEr

(der Name hat sich übrigens vor einigen Jahren spontan ergeben, ich stehe zu ihm also akzeptiert ihn und seine Bedeutung ;) ! )

Eintrag 1: Interview mit… mir! Part I

Oktober 14th, 2009 by spermofawizard

Die Preseason ist in vollem Gange. 101:98, das Ergebnis des gestrigen Spiels der Wizards gegen die Detroit Pistons, Flips letzter Coachingstation bevor er in D.C. ankam. 2:2, zwei Siege und zwei Niederlagen, deuten auf ein bekanntes Bild hin: Mittelmaß. Jedes zweite Spiel gewinnen, 41 Siege holen, vielleicht auch ein paar mehr, so kennen wir unsere Washington Wizards mit gesunder Big 3. Nichts hat sich geändert, gestehen wir uns das von vornherein ein.

Moment.

Kann man das so wirklich schreiben, in die Öffentlichkeit geben? Hat sich nichts geändert? Vier Preseason Spiele sind ja wohl so aussagekräftig wie ein Kilo mehr oder weniger auf Reiner Calmunds Wampe…

Quo vadis, Washington? Wo stehen wir? Bei Character, Commitment, Connection, 19 Siege oder doch bei Contender?                                                          So viele Fragen, die zu beantworten ich versuchen kann, oder zumindest Prognosen stellen:

Universelles Fragestell-Medium: Was hat sich im letzten Jahr getan?

Spermer: Vor einem Jahr hieß der Coach der Washington Wizards Eddie Jordan, ein viertel Jahr später Ed Tapscott und heute Flip Saunders. Lassen wir Übergangscoach Tapscott heraus, bleiben uns zwei Coaches, deren Philosophie ganz anders und doch irgendwie gleich ist.

Eddie Jordan ist verfechter der Princeton Offense, welche bei den gesunden Wizards immer gut funktioniert hat: 2005 hatten sie die zehntbeste Offensive der Liga, 2006 die sechstbeste und 2007 die drittbeste. Klasse. Doch nur in einer dieser Spielzeiten ist man überhaupt in die zweite Runde der Playoffs gekommen. Na klar, die Defense ist der Schuldige, ein offenes Geheimnis. Dort befand man sich stets in der unteren Hälfte, wenn nicht sogar im unteren Drittel aller Teams. Ob sich dies unter Coach Flip verbessert hat? Dazu später mehr.

Viele Spieler haben uns in diesem Jahr verlassen: Antonio Daniels, Etan Thomas, Darius Songaila, Dee Brown, Juan Dixon und Oleksiy Pecherov und Ricky Rubio, ähm, ich meinte natürlich den fünften Pick des ’09er Drafts. Dafür kamen zweifellos nützliche Spieler hinzu: Randy Foye, Mike Miller, Fab Oberto und, nicht zu vergessen, Mike James.                                                           Damit wurden unsere Veteran-Backups rundumerneuert. Dies ist bei Gilbert Arenas Knie leider nicht mehr möglich, trotzdem hat er sich zurückgekämpft und steht in der fast unveränderten Starting Five: Arenas/X/Butler/Jamison/Haywood  [X = Please insert: DeShawn Stevenson, Nick Young, Randy Foye or Mike Miller]. Es ist bei unserer Reserve somit nicht getan, wenn man von einer Verbesserung spricht, Quantensprung wäre der passendere Ausdruck. 2:2… 41 Siege… Da müsste doch mehr drin sein?

U. F.-M.:Wie macht sich die Defense unter Coach Flip Saunders?

Spermer: Eine gute Frage (Wer hat sich die bloß ausgedacht?). Flip ist nun für seine Offense mit seiner umfangreichen Anzahl an Spielzügen um den Lake Michigan herum berühmt, berüchtigt, gefürchtet geworden. Seine Defense wird dabei gerne als gerade einmal durchschnittlich dargestellt, Fakt ist jedoch: In den vier Jahren, in den seine Teams in die Conference Finals eingezogen sind, haben sie die siebtwenigsten (03-04 ‘Wolves), drittwenigsten (05-06 Pistons), zweitwenigsten (06-07 Pistons) und wenigsten (07-08) Punkte zugelassen.

Somit ist seine Defense alles andere als ineffektiv, er setzt unter anderem auf Zonenverteidigung, mit welcher Gregg Popovich schon etliche Meisterschaften holte, die Eddie Jordan seinerzeit jedoch spärlich bis gar nicht in seine Defense implementierte. Jordan lebte nach der Devise, geht einen Schritt zurück, damit sie nicht einfach in die Zone reinziehen können, alle waren anschließend überrascht wie viele 3 Punkte Würfe die Gegner der Wizards erzielten – und wie effizient.

U. F.-M.: Und das hat sich mit Saunders geändert?

Ich: Dazu kann man mit Sicherheit noch nichts sagen, Indizien zeigen uns jedoch: Allerding ändert sich der Trend. Im Trainingscamp wurde der Fokus auf D gelegt, allem voran die Perimeter Defense, also vor allem mit einem kurzen Sprint rechtzeitig vor den offenen Mann zu kommen falls es zu spät ist, dies bestenfalls gar nicht erst geschehen zu lassen. Wer sich davon ein Bild machen will, dem lege ich das NBA 2k10 Real Training Camp auf nba.com, http://www.nba.com/video/channels/nba_tv/2009/10/05/20091005_was_rtc_2hr.nba/index.html, und das Preseason Spiel gegen die Raptors, http://raptorsplayer.blogspot.com/2009/10/full-game-raptors-vs-wizards-oct-11-09.html, nahe.

In den bisherigen Testspielen spricht alles dafür, dass Delonte West unsere Träume nicht noch einmal von dem Perimeter aus totgeißelt, draufspuckt und danach verbrennt. Immerhin wurden nur 29,25% der Dreier zugelassen, wobei Rip Hamilton und Austin Daye die Zahl gestern nach oben korrigieren konnten. Zum Vergleich: In der Saison 06-07 wurden 37,7% aller Versuche zu Punkten, letzte Saison gar 38,7%! Wenn der Kurs beibehalten wird, stimmt das ganze optimistisch!

U. F.-M.: In wiefern ist Brendan Haywood für das Team in der kommenden Saison ein Schlüsselspieler?

Ich: Das und noch mehr versuche ich in Part II zu beantworten. Danke für’s Lesen und bis dann!

Mit freundlichen Grüßen an die Crabaliers, die heute Abend hoffentlich weinend nach Hause laufen werden,

SpermEr (SpermOfAWizard)

PS: Bin in Zeitnot, Rechtschreibfehler dürft ihr ausnahmsweise behalten!